Plan B?

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Weil es gerade via Twitter ein Gesprächsthema war.

Es ging vornehmlich darum, dass ich sagte, dass ich froh bin, wenn die verbleibenden Möglichkeiten der Kryo und ICSI dann rum sind, dass ich für mich ein Ende, einen Abschluss finden kann. Dass ich final sagen kann „Es ist vorbei. Wir bleiben kinderlos.“ und mich mit dem arrangieren kann, wie wir dann unser Leben gestalten.

Und doch kommt immer wieder die Überlegung auf:

„Vielleicht findet sich ja noch ein Plan B.“

 

Wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, momentan kommt ein Plan B für mich nicht in Betracht.

Warum?

Nu ja, wir hatten jetzt 8 Transfers, 16 Embryonen die mir eingesetzt wurden, davon 7 Blastos, einen nennenswerten Erfolg hatten wir nicht.

Ich denke also, dass es vielleicht auch an mir liegt. Aber woran? Das wissen wir nicht. Wir haben ja nun alles durch. Jede Menge Medikamente, jede Menge Untersuchungen, jede Menge Behandlungen.

Es gibt quasi nichts mehr, was noch untersucht werden könnte.

 

Somit stellt sich für mich die Frage, ob Fremdsperma dann wirklich Erfolgversprechend wäre, oder nur wieder viel Geld für nix.

 

Adoption. Eine Möglichkeit, die wir noch nicht komplett ad acta gelegt haben. WENN, ja wenn die Vorgeschichte meines Mannes uns keinen Strich durch die Rechnung zieht.

 

Leihmutterschaft, Eizell- oder Embryonenspende. Nein. Schon allein wegen der Kosten. Das können wir uns schlicht und einfach nicht leisten. Aber auch, weil ich das einfach nicht möchte. Irgendwo muss ich meine Grenze ziehen und hier ziehe ich sie.

 

Mal sehen, wohin unser Weg uns führt, aber derzeit stellt für mich eine Kinderlosigkeit keinen so großen Weltuntergang mehr dar, wie zu Beginn unserer Behandlungszeit. Es ist eine Option, mit der ich (gut) leben könnte.

Auch, weil es uns vor weiteren Tiefs, vor weiteren Breitseiten, vor weiteren negativen Tests bewahrt.

 

Ich denke, ich werde wohl den Plan B – Kinderlosigkeit irgendwann zu Plan A machen.

 

Ich muss nur lernen, damit zu leben, andere mit dieser Wahl zu enttäuschen.

Denn immer wieder, wenn es wieder ein Negativ gab, sehe ich den Blick in den Augen derer, die es uns so sehr wünschen. Deren Herz bricht, wohl genauso sehr wie unseres.

Und genau DAS ist es, was es mir umso schwerer macht, und warum ich  nicht mehr über Behandlungen rede.

 

Wie dem auch sei, Mitte nächsten Jahres wissen wir mehr. denn dann ist der Würfel gefallen. Dann hat sich das Schicksal entschieden.

 

Bis dahin genießen wir, was wir haben. Uns, unser Leben, unsere Freiheit.

 

In diesem Sinne,

*bussi*
believe

Was bisher geschah…

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Guten Morgen ihr süßen!

Ich will euch hier nicht alleine lassen, also gibt es mal wieder ein Update.

Was bisher geschah… Ja, was geschah denn?

Heimlich still und leise haben wir eine weitere Kryo durchgezogen.

Das Ergebnis: wie zu erwarten. Negativ.

Der 8. Transfer wieder gescheitert. Ich weiß nicht woran es noch liegen könnte.

 

Jetzt haben wir noch 2 Blastos auf Eis, und noch einen Berg an Medikamenten zu Hause.

 

Was ich derzeit nicht habe ist Motivation.

Ich mag einfach nicht mehr. Keine falsche Hoffnung mehr, kein tiefer Fall mehr, kein weiteres Negativ.

Wir sind doch auch so glücklich, oder? Oder?

Klar, ich werde nichts verwerfen. Dem Pflichtgefühl geschuldet ziehe ich durch was wir noch haben.

Aber danach ist Schluss. Ende im Gelände. Aus die Maus.

 

Und aktuell komme ich gut damit klar. Mal sehen was noch kommt.

 

*bussi*
believe

Geschützt: „Frederick, was ist Liebe?“ fragte Piggeldy…

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Still und leise…

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… ist es derzeit hier im Blog.

Nicht, weil mich nichts beschäftigen würde.

Nicht, weil es nichts zu erzählen gäbe.

Aber, weil mich mein Privatleben voll im Griff hat.

Es reicht die Zeit noch für ein paar Tweets, und ein paar Bilder auf Instagram (mit dem privaten Account), und dann ist auch schon wieder irgendwas los.

Ein Geburtstag, eine Feier, ein Nachmittag mit der Familie.

Und all das genieße ich sehr.

Es lenkt mich ab. Vom KiWu, von dem was kommt, von allem.

Und ehrlich gesagt, bin ich derzeit sehr froh darum, nichts ausbreiten zu „müssen“. Auch wenn das „müssen“ natürlich ein subjektives Gefühl ist, aber dennoch.

Und momentan widme ich mich einfach dem, was mir Spaß macht. Meiner Familie, meinem Mann, meinen Hobbys und meinen Freunden.

MEIN Leben steht im Vordergrund, nicht ein Traum oder ein Wunsch. Das ECHTE Leben.

 

Ich hoffe, ihr nehmt mir das nicht böse.

Lesen tue ich euch natürlich weiter.🙂

*bussi*
believe

Happy Birthday lieber Blog!

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Heimlich still und leise ist dieser Blog ende Juli 3 Jahre alt geworden…

Wenn man sich überlegt, wie das alles hier angefangen hat, und wo wir inzwischen stehen… Irgendwie total surreal.

https://kinderwunschtagebuch.wordpress.com/2013/07/31/july-30-2013/

Das war mein erster Beitrag, den ich mit euch geteilt habe.

Es folgten knapp 200 weitere.

3 ICSIs, 4 Kryos, ca. 6.000€ und 3 Jahre später sind wir leider immer noch kinderlos.

Wir sind auch #1von7

Aber unser Weg ist NOCH nicht vorbei.

Und da ihr ein GROSSER Teil meines Lebens geworden seid, eine Stütze, eine Hilfe und ein(e) Freund(in), möchte ich auch ein wenig zurück geben.

Deshalb habe ich mir überlegt, ein klitzekleines Gewinnspiel zu machen. Nichts großes, nur ein kleines Dankeschön.

Verlost wird, wie auf dem Bild zu sehen, ein kleines Wellness-Paket inkl. SEIFENBLASEN!!🙂

image1

Um teilnehmen zu können, schickt bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Teilnahme Gewinnspiel *euer Username*“ an folgende Adresse:

gewinnspiel@kleines-wunder.net

Das Gewinnspiel läuft ab sofort, bis Sonntag, 14.08.2016 – 12 Uhr.

Im Anschluss wird ausgelost. Der Gewinner wird Sonntag Abend via Twitter bekannt gegeben und per Mail informiert.

Im laufe der nächsten Woche wird dann der Gewinn verschickt (sollte die Adresse rechtzeitig vom Gewinner übermittelt sein).

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.😉

PS: Was eigentlich selbstverständlich ist, ich werde eure Daten natürlich vertraulich behandeln und an NIEMANDEN weitergeben. :-*

So, und nun, happy blogging.

*bussi*
believe

Einen Nerv getroffen?

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Also nicht körperlich, mir geht’s gut und ich bin fit und gesund. Aber ich scheine mit meinem Aufreger-Tweet von gestern tatsächlich einen Nerv in der KiWu Gemeinschaft getroffen zu haben.

Es ging um diesen Tweet:

Der Hintergrund, warum ich das so direkt formuliert habe war, dass es mir sauer aufgest0ßen hat, dass eine Person, die schwanger ist –  nach einer einzigen läppischen Behandlung (sorry) – in einem KiWu Bereich wo unglaublich viele Langzeit Versucher sind, etwas von „Wir sind doch alle auf einer Ebene“ und „Ich will euch nur Mut machen“ postet.

Sorry, aber solche Beiträge gehen mir gelinde gesagt unfassbar auf die EIERSTÖCKE!

Ich habe kein Problem damit, dass es viele ohne einen harten und schweren Weg schaffen, aber das sind KEINE Mutmacher.

Und es geht mir auch nicht darum, hochzurechnen, wer wie viele Versuche gebraucht hat, wie viel Geld ausgegeben hat und wer welche heftigen Schicksalsschläge hinter sich gebracht hat.

Aber ich würde mir nie anmaßen jemandem der mehrere Fehlgeburten hatte zu sagen „ach, wir sind doch alle auf einer Ebene, ich bin doch jetzt schwanger, lass mich dir Mut machen“.

Ein wenig mehr Sensibilität wäre doch wirklich wünschenswert.

Genauso wie man sich tatsächlich mal einlesen kann, um was es in  bestimmten Foren-Bereichen geht, und nicht im KiWu-Behandlungs Bereich schreiben muss „Hey, ich habe 2 Kinder im ersten ÜZ bekommen und auf Nummer 3 warten wir schon 7 Monate“. Ähm, ja, nee, muss einfach nicht sein. Dafür gibt es andere Bereiche.

 

Aber mal halt. Worum es mir ging war die Sensibilisierung. Was dabei raus kam war, dass es unglaublich viele von uns KiWu Patienten gibt, die so viel hinter sich gebracht habe, die so STARK sind. 

Und was fehlt? Die Unterstützung. Vom Staat, der nach Kindern schreit, von den Kassen die nach 3 Versuchen sagen „Pech gehabt“ und von den Arbeitgebern, die nicht mal wissen dürfen dass wir in Behandlung sind.

Es fehlt vor allem an finanzieller Unterstützung. Massiv fehlt es daran.

Hier mal ein paar Auszüge der Reaktionen auf meinen Tweet von gestern:

 

Und was bleibt? Die Sehnsucht, der Wusch, die Hoffnung und die Verzweiflung.

Lieber Staat, liebe Politiker, anstatt euch zu echauffieren, ob man Axtangreifer nicht besser kampfunfähig schießen kann, beschäftigt euch doch bitte mit WICHTIGEN Dingen. Hier wäre ein Vorschlag: Mehr Unterstützung für Kosten die bei der Kinderwunschbehandlung anfallen.

Danke!

*bussi*
believe

#1von7

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Kennt ihr diese Redewendung „es bekommt ein Gesicht“?

Tja, in diesem Fall bekommt es einen Bauch. Unsere Bäuche nämlich. Um zu zeigen, jeder Bauch ist schön.❤

Schwangere zeigen ja sehr oft und gerne ihren Bauch im Netz. Ganze Collagen werden daraus gemacht. Wie oft habe ich mir gesagt, WENN es bei mir auch einmal so weit sein sollte, dann lasse ich mir auch etwas besonderes einfallen.

Nun ja…

Die liebe Claudia von Wegweiser Kinderwunsch hat dann die Aktion #1von7 ins Leben gerufen.
Denn auch Kinderwunsch-Bäuche sind SCHÖN!❤

http://www.wegweiser-kinderwunsch.de/aktion-1von7-kinderwunsch-bauch/

Denn: Jedes siebte Paar ist ungewollt Kinderlos. Man sieht es keinem an. Und keiner redet darüber. Und doch betrifft es so viele.

Aber warum ist es immer noch ein Tabu-Thema? Warum ist es einfacher – salopp gesagt – über Flatulenzen und träge Darmtätigkeit zu reden, als über den unerfüllten Wunsch nach einem Kind? Weil das eine gesellschaftlich anerkannt ist und das andere leider Konsequenzen nach sich zieht.

Was würde passieren, wenn ich mich heute hinstellen würde und öffentlich bekennen würde – mit meinem Gesicht – dass wir den Wunsch nach einem Kind haben, dass wir ungewollt kinderlos sind, dass wir schon lange versuchen Eltern zu werden, dass wir auf „natürlichem“ Wege keine Kinder zeugen können, dass wir schon tausende Euros investiert haben, dass ich mir schon ca. 150 Spritzen in meinen Bauch gejagt habe?

Sehen wir zunächst mal die Seite „Arbeitsplatz“ an: 

Zunächst einmal wäre sicher jede Menge Verständnis da. Von allen Seiten. Aber sobald ich dann nach der Punktion eine Woche ausfalle oder aber zum X. Mal später komme oder eher gehen muss, weil ein Ultraschall, eine Blutabnahme, ein Transfer, ein was auch immer ist, ja, dann wird es lästig für den Arbeitgeber.

Wenn der Arbeitgeber nicht weiß, was los ist, kann man jonglieren. Mal ist eben ein Vorsorge-Termin bei Arzt A, mal kommt der Hausmeister wegen einer defekten Tür, mal ist Heizungsablesung und dann wieder – ach du schreck – hat man nen Magen Darm Virus und fällt leider eine Woche aus.

Das sind alltägliche Dinge. Die passieren JEDEM einmal, auch dem Chef, dem Nachbarn und den Kollegen X, Y und Z. Das hat jeder schon mal erlebt, und man kann sich gemeinsam über die doofen Zeitangaben der Handwerker, die netten Arzthelferinnen, die einen vorziehen weil man auf Arbeit muss und die fiesen Bauchschmerzen bei der Erkrankung austauschen. Und dann ist das Thema auch gegessen.

Wenn der Arbeitgeber aber zum 12. Mal hört „ich  muss in die KiWu Klinik wegen (…)“, dann denkt er sich irgendwann auch „wenn das jetzt so weiter geht suche ich mir jemanden neuen, der nicht dauernd was anderes hat“. Dinge, die man nicht nachvollziehen kann, nerven einen viel mehr, als solche, die man selbst erlebt hat.

Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist, dass der Arbeitgeber ja auch im Hinterkopf hat „Wenn es jetzt dann bald klappt bei denen, dann kann ich auf Frau believe mindestens ein Jahr verzichten. Und dann kann ich doppelt alles ummodeln. Ein mal wenn sie geht und dann wenn sie wieder kommt. Nee, das kann ich nicht brauchen. Frau believe ist nicht wirtschaftlich genug für uns.“ und dann kommt irgendwann einfach die Kündigung. Wegen irgendwas. Einen Grund findet man immer, wenn man nur sucht.

Grund 1 warum ich nicht öffentlich bin.

 

Jetzt beleuchten wir mal den Faktor „Privatleben“: 

Klar, einige Freunde und ein großer Teil der Familie sind eingeweiht. Aber eben nicht alle.

Das hat mehrere Gründe. Zum einen die Blicke und die Fragen. Die „und, wie sieht es aus“, die so oft unbewusst genau dann kommen, wenn wieder ein Versuch negativ war. Die „Ach Mist, das tut mir echt leid“ mit dem Traurigen Blick, das Gefühl, den Gegenüber enttäuscht zu haben, weil es bei einem selbst nicht läuft, aber der Gegenüber es sich doch auch so sehr für mich wünscht. Diese Dinge. Die halten einem vom „einfach nur Leben“ ab.

Dann auch die Tatsache, dass Schwächen eingestehen, zeigen, dass man eben nicht vollkommen ist, immer noch zu gerümpften Nasen führt.
Ist es nicht so, dass ALLE Kinder so süß und brav sind, dass sie gut schlafen und gut essen, dass sie nicht stundenlang durchbrüllen, oder nur meckern?

Der Mann, der Erzeuger, der Familenversorger, der starke, große und mächtige. Es knackst nicht nur am Ego, eine Diagnose OATIII selbst zu erhalten. Wenn man jemandem erzählt, dass man keine Kinder zeugen kann, dann ist das noch viel schlimmer. Denn dann kommen bestenfalls mitleidige Blicke, schlimmstenfalls ein „Hahaha, was bist du denn für ein Mann?“. Beides nicht schön, oder?

Grund 2 warum ich nicht öffentlich bin.

 

Es sind nicht NUR die Nachteile und Diskriminierungen, es sind auch die enttäuschten Gesichter derer, die für uns hoffen und bangen.

Dennoch, ich gebe Knitterfee zu 100% rech, es muss mehr passieren.

https://www.facebook.com/knitterfee/posts/1115543338513425

Die Aktion #1von7 ist ein erster und WICHTIGER Schritt.

Jetzt müssen weitere folgen.

In diesem Sinne

*bussi*
believe